Preisträger 2016

Seit 2010 werden Projekte und Initiativen ausgezeichnet, die sich die Integration von Migrantinnen und Migranten im Freistaat Sachsen zur Aufgabe gemacht haben

Alle Preisträger 2016

Unter dem Motto „Gemeinsam. Klug. Handeln.“ bewarben sich Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen zum siebten Mal um den Sächsischen Integrationspreis. Ausgezeichnet wurden in der Festveranstaltung am 2. Dezember 2016 drei Projekte und Initiativen, die sich besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft einsetzten, sie unterstützten, förderten und vorlebten. Die Preisträger wurden von einer sechsköpfigen Jury ermittelt. Die Initiatoren des Preises Staatsministerin Petra Köpping und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth nahmen die Auszeichnung gemeinsam vor. Es werden drei gleichwertige Preise, die mit 2.000 € dotiert waren, vergeben.

Zur Preisverleihung waren über die Preisträger hinaus alle 73 vorgeschlagenen Initiativen und Vereine eingeladen, um ihr Engagement zu würdigen und sichtbar zu machen. Alle Nominierten werden in einer Broschüre vorgestellt.

Preisträger 2016: Hotel Steiger Sebnitzer Hof

Die Geschäftsleitung und 20 Mitarbeiter des Hotels Steiger „Sebnitzer Hof“ unterzeichneten am 3. Dezember 2015 öffentlich die Sebnitzer Erklärung für Toleranz und Weltoffenheit. Gleichzeitig bemühten sie sich um die Schaffung von Arbeitsplätzen für Migranten einschließlich der Beantragung der Arbeitserlaubnis. Ziel ist es auch, die Berührungsängste zu Mitarbeiter mit fremden Kulturen abzubauen. Derzeit arbeiten zwei Migranten im Unternehmen. Mit ihnen wurden die Arbeitserlaubnis beantragt und nach einer Qualifizierung unbefristete Arbeitsverhältnis ermöglicht. Gegenwärtig wird ein weiteres Projekt mit dem Ziel begonnen, mehr Arbeitsplätze fürmigrierte Frauen zu schaffen und Berufsorientierungen für Jugendliche zu offerieren.Soziale Integration heißt auch: Gelernt wird auf beiden Seiten.

Preisträger 2016: Runder Tisch Integration Crimmitschau

Der Runde Tisch Integration Crimmitschau ist ein freier Zusammenschluss von Bürgern der Stadt. Er koordiniert die ehrenamtliche Arbeit von ca. 100 Einwohnern für ca. 230 Asylbewerber und Flüchtlinge. Der Runde Tisch Integration umfasst verschiedene Arbeitsbereiche wie Sachspendengruppe, ehrenamtlicher Deutschunterricht, Patengruppe, Computerkurs und Begegnungsnachmittage. Die Asylbewerber erhalten Hilfe, Orientierung und Unterstützung beim Ankommen in der Stadt. Über Begegnung mit Einwohnern der Stadt können Migrantinnen und Migranten auch das Rechtssystem und unsere Demokratie kennen- und schätzen lernen.

Worum geht's beim Integrationspreis?

Der 7. Sächsische Integrationspreis steht unter dem Motto „Gemeinsam. Klug. Handeln.“ Ausgezeichnet werden drei Projekte und Initiativen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft einsetzten, sie unterstützten, förderten und vorlebten.

Vereine und Verbände

Vereine und Verbände sind wichtige Partner für Integrationsprozesse, können sie doch einen einfachen Zugang zu Teilhabe und gemeinsamen Aktivitäten auf der Basis gleicher Interessen fördern. Gesucht werden Vereine und Verbände, in denen Migrantinnen und Migranten willkommen sind und sich aktiv in das Vereinsleben integrieren können, unabhängig davon ob es sich um Kultur, Sport, Kunst, Wissenschaft, Umwelt oder Soziales handelt. Entscheidend ist das gleichberechtigte Miteinander entsprechend der Vereinssatzung.

Unternehmen

Gesucht werden engagierte Unternehmen, in denen Integrationsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. In ihnen pflegen Geschäftsführung wie Belegschaft gleichermaßen einen offenen, respektvollen und toleranten Umgang mit Migrantinnen und Migranten, organisieren fachliche und Sprachtrainings, Patenschaften oder berücksichtigen kulturelle und religiöse Besonderheiten.

Institutionen, Verwaltungen, Einrichtungen

In vielen Kommunen wurden in den letzten Monaten gewaltige Anstrengungen unternommen, um den Zustrom der Flüchtlinge zu bewältigen und für das Lebensnotwendige zu sorgen. Es sind auch die Kommunen, die die Bereitstellung von Wohnraum, von Kita- und Schulplätzen für Migrantinnen und Migranten sicherstellen. Und es sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunen auf allen Ebenen, die schnell praxistaugliche Lösungen auf der Grundlage der herrschenden Gesetze und Bestimmungen organisieren.

Personen

Viele Bürgerinnen und Bürger unterstützen Migrantinnen und Migranten bei der Bewältigung des Alltags, insbesondere bei gegenüber Behörden und Institutionen. Sie kümmern sich um ein nachbarschaftliches Zusammenleben, organisieren persönliche Begegnungen und vermitteln Kontakte oder stellen sich gegen fremdenfeindliche Vorurteile.

Was kann man gewinnen?

Vergeben werden drei Preise zu je 2.000 EUR. Alle den Teilnahmebedingungen entsprechenden eingereichten Projekte und Initiativen werden in einer Broschüre dokumentiert und veröffentlicht.

  • Unterstützung von Menschen mit Migrationshintergrund, z. B.durch: persönliche Begegnungen; Abbau von Vorurteilen; Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags z. B. gegenüber Behörden und Institutionen; Vermittlung und Förderung interkultureller Kompetenz; Hilfe bei der Integration in Ausbildung oder Beruf
  • Erlernen der deutschen Sprache z. B. durch: Anbieten ehrenamtlicher Sprachkurse; Hilfe bei der Erledigung von Hausaufgaben; Sensibilisierung von Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrerinnen und Lehrern für die besonderen Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten; Unterstützung des interkulturellen Lernens
  • Zugang zu Ausbildung und Erwerbsarbeit, z. B. durch: Organisieren von Praktikums- und Ausbildungsplätzen für Migrantinnen und Migranten, Beratung, Hilfe
  • Förderung gesellschaftlicher Teilhabe z. B. durch: Einbinden von Asylbewerbern und Flüchtlingen in sportliche, kulturelle und soziale Projekte; Organisation von Begegnung und Austausch in Begegnungscafés, bei Vorträgen und Diskussionsrunden, interkulturellen Festen, Feiern u. v. m.

Die Jury

Die Gewinner werden von einer Jury ausgewählt, die unter dem Vorsitz der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration und des Sächsischen Ausländerbeauftragten steht. Weitere Jurymitglieder kommen aus den Reihen der Preisträger vergangener Jahre.

Alles auf der Welt kommt auf einen gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluss an."

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann

Petra Köpping

 

Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

Geert Mackenroth

 

Der Sächsische Ausländerbeauftragte

Staatsminister a. D.

Elisa Knorr

 

Schüler für Flüchtlinge, Gymnasium Bischofswerda

Preisträger 2015

Sven Böttger

 

Coswig - Ort der Vielfalt

Preisträger 2015

Christian Gaul

 

Eilenburger Flüchtlingspaten

Preisträger 2015

Jurymitglied_HibaOmari

Nurul Fatimah Khasbullah

 

Marwa El Sherbini-Stipendiatin

Kontakt

Herausgeber
Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten,
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1,
01069 Dresden

Tel.: 0351 49 35 171
saechsab@slt.sachsen.de

 

Bildnachweis: PR SAB/SMGI, Steffen Giersch, Gabriel Moreno (Preisträgerbilder)
Realisierung: www.tk-kommunikation.de

 

 

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